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Mitteilungen aus dem Gemeinderat vom 20. August 2026

Jahesrechnung 2025 – Referendum

Am 23. Juli 2026 sind die Unterschriftsbogen zum Referendum gegen die Jahresrechnung 2025 bei der Gemeinde eingegangen. Die Unterlagen wurden von Heinz Keller übermittelt. Im Begleitschreiben machte er u.a. geltend, die Jahresrechnung weise keine schlüssigen Informationen zum Verkauf der Elektra auf. Der ausgewiesene Verkaufsgewinn sei weit weg von den im Abstimmungsedikt publizierte Zahlen. Weiter erklärt er, die 49 Unterzeichnenden des Referendums verlangten eine öffentliche Orientierungsversammlung, an der über alle Details zum Verkauf der Elektra informiert werde.

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 11. August 2026 das Referendum zur Kenntnis genommen und über das weitere Vorgehen beraten.

In Bezug auf die Interpretation der Zahlen vertritt der Gemeinderat die Auffassung, dass sich aus den von der Gemeinde publizierten Unterlagen durchaus transparente Informationen herauslesen lassen.

Dem Edikt von 2024 ist zu entnehmen, dass ein Verkaufspreis von CHF 3'150'000 erwartet werde. Es bestünden aber Verpflichtungen aus den Strombestellungen, die nicht mehr eingelöst werden können, so dass mit einem "Nettoerlös" von CHF 2.5 Millionen zu rechnen sei. Damit ist der Gemeinderat damals davon ausgegangen, dass sich die Verpflichtungen aus den Strombestellungen auf ca. CHF 650'000 (Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem "Nettoerlös") belaufen würden.

In der Jahresrechnung 2025 wurden diese Rückabwicklungen als "Abgeltung Rechte Primeo AG" abgebildet und auf CHF 777'238.21 beziffert.

Eine Gegenüberstellung dieser Zahlen, die die relevanten Geldflüsse repräsentieren, zeigt also, dass die Gemeinde in der Summe nicht weniger, sondern etwas mehr eingenommen hat als erwartet:

 

 

Edikt

 Jahresrechnung

Differenz

Kaufpreis 

3'150'000.00

3'303'500.00

+ 153'500.00

Verpflichtungen für Stromlieferungen

650'000.00

777'238.21

- 127'238.21

"Nettoerlös" analog Edikt

2'500'000.00

2'526'261.79

+ 26'261.79

 

Wäre die Elektra nicht verkauft worden, wären die CHF 777'238.21 zu Lasten der privaten Haushalte gegangen, die für den Strom einen deutlich höheren Preis hätten bezahlen müssen als jetzt bei der SAK. Nun aber trägt die Gemeinde diese Last und die privaten Haushalte werden in diesem Umfang entlastet.

In der Jahresrechnung 2025 wurden auch zwei buchhalterische Vorgänge abgebildet, nämlich der Abzug des Anlagewertes sowie die Position "Defizit Elektra (Auflösung der Spezialfinanzierung)". Der Anlagewert – also der in der Buchhaltung abgebildete Wert – der Elektra darf nach dem Verkauf nicht mehr in der Buchhaltung erscheinen und muss daher abgebucht werden. Dieser Vorgang wurde in der Jahresrechnung transparent dargestellt. Schliesslich ist von Belang, dass die Elektra am Schluss ein Defizit von CHF 122'359.85 erwirtschaftet hat.

Diese beiden Positionen haben mit dem Verkaufspreis der Elektra nichts zu tun, mussten aber in der Jahresrechnung abgebildet werden. Selbst unter Berücksichtigung dieser Abzüge verbleibt eine Summe von CHF 496'271.38, was belegt, dass der Gemeinderat die Elektra zu einem Preis veräussert hat, der nicht nur deutlich über dem Buchwert liegt, sondern auch nach allen buchhalterisch notwendigen Abzügen einen deutlichen Gewinn übrig lässt, wie dies der in der Jahresrechnung 2025 abgebildet wurde:

 

Berechnung Gewinn aus Verkauf (Effekt auf die Erfolgsrechnung 2025)

Verkaufserlös

  3'303'500.00

abzüglich Anlagewert 

- 1'907'630.56

Nettoverkaufserlös 

  1'395'869.44

Abgeltung Rechte Primeo AG 

-   777'238.21

Defizit Elektra (Auflösung Spezialfinanzierung) 

-   122'359.85

Verkaufsgewinn 

    496'271.38

 

Die Darstellung gemäss Begleitschreiben zum Referendum ist damit nach Auffassung des Gemeinderats nicht stichhaltig.

Eine öffentliche Orientierungsversammlung, an der über alle Details im Zusammenhang mit dem Verkauf der Elektra informiert wird, geht über einen vertretbaren Rahmen weit hinaus und würde der Bevölkerung wohl auch keinen relevanten Erkenntnisgewinn bringen.

Der Gemeinderat hat daher beschlossen, zunächst Heinz Keller zu kontaktieren, um ihm die Möglichkeit zu bieten, seine Anliegen zu präzisieren.

Nach dem Vorliegen seiner Antwort wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entscheiden, insbesondere darüber, wann die Jahresrechnung 2025 dem Volk zur Abstimmung vorgelegt wird.

 

Ergänzungswahlen

Es stehen folgende kommunale Ergänzungswahlen an:

  • 6. und 7. Mitglied in den Gemeinderat
  • Präsidium der Geschäftsprüfungskommission
  • 4. und 5. Mitglied in die Geschäftsprüfungskommission

 

Der Gemeinderat hat die Termine für die Ergänzungswahlen wie folgt angesetzt:

27. September 2026                                  1. Wahlgang

25. Oktober 2026                                       2. Wahlgang

 

Kenntnisnahmen:

Die TEXAID hat informiert, dass ihr System zur Sammlung, Sortierung und Verwertung von Alttextilien weiterhin zuverlässig und kostendeckend funktioniere. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in der Gemeinde Grub insgesamt 2’816 kg Altkleider gesammelt.

 

Protokolle

Schulkommission - Protokoll der Sitzung vom 26. Mai 2026

Jugendtreff - Protokoll der Sitzung vom 3. Juni 2026

Protokoll der Hoch- und Tiefbaukommission vom 10. Juni 2026

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